Beratungsablauf
Im Beratungsgespräch (30 – 45 Min) klären wir Ihre Ziele (Schwangerschaftsschutz, Zyklusregulierung, Akne, Schmerzreduktion, Endometriose-Begleitung), Vorgeschichte (Risiken, Medikamente, Lebensstil) und Präferenzen (Hormone ja/nein, Anwendungshäufigkeit, Reversibilität).
Sie erhalten ein schriftliches Vor- und Nachteils-Profil der für Sie geeigneten Methoden — keine Empfehlung gegen Ihren Willen.
Methoden im Überblick
Hormonelle Methoden
- Kombinierte Pille (CHC) — täglich, gut bei Zyklusproblemen
- Mini-Pille (POP) — täglich, hormonärmer, bei Stillzeit geeignet
- Vaginalring — monatlich, niedrig dosiert
- Hormonpflaster — wöchentlich, transdermal
- Hormon-IUS — alle 3 – 8 Jahre, sehr zuverlässig
- Implantat — Schutz für bis zu 3 Jahre, keine tägliche Anwendung nötig
Hormonfreie Methoden
- Kupfer-IUP — alle 5 – 10 Jahre, ohne Hormone
- Diaphragma / Femcap — vor jedem Verkehr
- Kondom & Femidom — zusätzlich Schutz vor STI
- Symptothermale Methode (NFP) — Zyklusbeobachtung mit Disziplin
Hormonell vs. hormonfrei — die ehrliche Antwort
Methodenwechsel
Eine Methode kann nach Jahren nicht mehr passen — das ist normal. Wechsel-Beratung in 20 Min, Wechsel meist im selben Termin (z.B. von Pille auf IUP). Mehr in unserer Verhütungs-Info.
Kostenübernahme
Eine Beratung oder Untersuchung ist nicht allein deshalb eine Pflichtleistung der Grundversicherung, weil sie ärztlich erfolgt; der konkrete medizinische Zweck und die gesetzlichen Leistungskriterien sind entscheidend. Verhütungsmittel und Eingriffe sind in der Schweiz meist selbst zu bezahlen. Auch eine Diagnose wie Endometriose führt nicht automatisch zur Übernahme: Präparat, zugelassene Indikation, Spezialitätenliste, Limitationen und gegebenenfalls eine Kostengutsprache müssen individuell geprüft werden. Details: Kosten und Versicherungsprüfung.
