Was ist eine Kolposkopie?
Bei der Kolposkopie wird der Gebärmutterhals mit einem speziellen Mikroskop (Kolposkop) stark vergrössert betrachtet. Mit unserem 4K-UHD-Video-Kolposkop EDAN C9 UHD lassen sich auffällige Areale detailliert beurteilen; bei verdächtigen Stellen können gezielt Gewebeproben entnommen werden. Die Bilder werden digital in Ihrer Krankengeschichte dokumentiert.

Wann ist sie nötig?
- Auffällige Zervixzytologie gemäss Befund und Abklärungsempfehlung
- Persistierender HPV-Hochrisiko-Nachweis
- Sichtbare oder tastbare Veränderungen am Muttermund
- Verlaufskontrolle nach Konisation oder Therapie
- Blutungen unklarer Ursache
Ablauf
- Lagerung wie bei einer regulären Vorsorgeuntersuchung
- Einführung des Spekulums — Sicht auf Muttermund
- Spülung mit Essigsäure 3% (kurz unangenehm, harmlos) — verdächtige Areale weissen sich
- Optional Schiller-Jod-Test
- Dokumentation in 4K-Video — Sie sehen mit, falls Sie wollen
- Bei Bedarf: gezielte Stanzbiopsie — kurz spürbar möglich
Tut es weh?
Die Kolposkopie selbst ist meist nicht schmerzhaft. Die Essigsäure brennt kurz, eine Biopsie kann sich wie ein Pieks anfühlen. Eine Anästhesie ist meist nicht nötig. Sie können danach in der Regel direkt in den Alltag.
Nachbehandlung
Nach Biopsie kann es 1 – 2 Tage zu leichten Blutungen kommen. 2 – 3 Tage kein Geschlechtsverkehr, keine Tampons, keine Vollbäder. Befund nach 5 – 10 Tagen mit ausführlichem Gespräch.
Kosten
Bei medizinischer Indikation Abrechnung über die Grundversicherung. Selbstbehalt und Franchise gemäss Versicherungsmodell. Mehr in unserer Vorsorge-Info.
Fachliche Quelle (abgerufen am 11. Juli 2026): gynécologie suisse/SGGG: Abklärung auffälliger Zervixzytologie nach Bethesdanomenklatur.
